Vadder
Vadder, auch du warst Bergmann im Revier,
geschuftet ohne Ruh, tief unter Tage gegraben
Hast all die Mühe mit Stolz für uns getragen,
Vadder, oh Vadder, ich vermiss dich so sehr.
Hast mir immer geholfen, doch jetzt bist du nicht mehr,
was du für uns Kinder warst, haben wir zu spät geseh’n.
Ach, könnt’ ich die Zeit zurück für dich nur drehen,
Vadder, oh Vadder, ich vermiss dich so sehr.
Refrain:
Vadder, oh Vadder, du bist nicht mehr hier,
doch tief im Herzen bleibst du bei mir.
Deine Kraft, dein Mut, dein stiller Schmerz,
Vadder, du lebst weiter in meinem Herz.
Was haben wir als Kinder mit dir gelacht,
gabst Antwort auf alle Fragen bei Tag und bei Nacht.
Für dich brachten wir Kohlen in den Keller hinab,
und Pfandflaschen zur Bude, das hielt uns auf Trab.
Sonntags zum Frühschoppen, abends spät nach Haus,
für ein Bierchen warst du immer zu haben,
dann schmollte die Modder, doch du nahmst’s gelassen,
vor der Glotze hast du dich einfach vergraben.
Refrain:
Vadder, oh Vadder, du bist nicht mehr hier,
doch tief im Herzen bleibst du bei mir.
Deine Kraft, dein Mut, dein stiller Schmerz,
Vadder, du lebst weiter in meinem Herz.
Mit sechzig kam die Rente, da ging’s schnell bergab,
Lunge und Knochen machten bald nicht mehr mit
Eh wir uns versah’n, tat der Winter den letzten Schnitt
du fuhrst still und leise zur letzten Fahrt hinab
Refrain:
Vadder, oh Vadder, du bist nicht mehr hier,
doch tief im Herzen bleibst du bei mir.
Deine Kraft, dein Mut, dein stiller Schmerz,
Vadder, du lebst weiter in meinem Herz.