Du berührst mich nicht mit Händen,
nur mit Blicken, viel zu lang.
Kein Wort fällt aus deinem Munde –
doch mein Wille wird dir bang.
Du brauchst kein Feuer, keine Ketten –
nur ein Schweigen, das mich hält.
Und ich geb mich deinem Schatten,
wie der Nacht das letzte Licht der Welt.
Du trinkst mich langsam – nicht in Hast,
ein Tropfen Herz, ein Hauch aus Glast.
Du trinkst mich tief – in jedem Blick,
und ich fall still…
Schritt für Schritt zurück.
Du trinkst mich leise – doch so klar,
als wenn ich deins… schon immer war.
Und ich verblass – ganz ohne Schrei,
weil ich durch dich…
erst wirklich sei.
Ich war stark, ich war verschlossen –
doch du fandst das, was ich verbarg.
Und mein Nein – es wird zu Flüstern,
wenn du atmest, kühl und stark.
Ich spür dich unter meiner Haut,
wo nie ein Mensch je wirklich war.
Und jede Angst wird seltsam süß –
wenn du mich willst… so offenbar.
[Refrain – intensiver]
Du trinkst mich langsam – Schluck für Schluck,
nimmst, was ich geb, und gibst nichts zurück.
Doch ich will’s so – will nichts mehr sein,
als deine Nähe… tief und rein.
Du trinkst mich leer – und doch erfüllt,
du ziehst mein Licht in deine Schuld.
Und ich verblass – mit jedem Teil,
der mir gehört… und deiner weil.
Ich könnte fliehen…
doch meine Flügel hast du längst.
Ich könnte weinen…
doch du trinkst selbst meine Tränen –
mit Respekt.
Du trinkst mich langsam – wie ein Gebet,
das nicht heilt, doch nie vergeht.
Und wenn ich sterb – dann nicht allein,
denn du bist hier… mit mir im Mondenschein.