(Strophe)
Schwer sie wiegt des Henkers Krone.
Fahler Glanz der falschen Sonne.
Still zerbricht das Herz der Helden.
Finsternis zieht durch die Welten.
Unschuld weint vom Hass zerschmettert.
Häuser leer, das Holz verwittert.
Tapfer einst, wer sich gefürchtet.
Durch den Henker er gerichtet.
(Refrain)
Eine Stufe nach der ander'n.
Führ ich dich zu meinem Reich.
Knie dich nieder, schließ die Augen.
Lass dich fallen, lautlos, weich.
Tag für Tag die Pflicht erfüll' ich.
Schweigend still und mit Geduld.
Was das Schicksal will, das still' ich.
Ohne Reue, ohne Schuld.
(Strophe)
Strick um Strick - Letztes Gebet.
Ungehört, vom Sturm umweht.
Stets bedeckt das leere Antlitz.
Schwarze Maske - Gottes Richt-Blitz.
Dem Wort beraubt, der Körper starr.
Er blickt hinab zur Menschenschar.
Sie brüllen, geifern, winden sich.
Sie harren Blutes, sterbend Licht.
(Refrain)
Eine Stufe nach der ander'n.
Führ ich dich zu meinem Reich.
Knie dich nieder, schließ die Augen.
Lass dich fallen, lautlos, weich.
Tag für Tag die Pflicht erfüll' ich.
Schweigend still und mit Geduld.
Was das Schicksal will, das still' ich.
Ohne Reue, ohne Schuld.
(Strophe)
Das Werk vollbracht, der Pöbel jubelt.
Der Körper sinkt, der Geist verblüht.
Die Vögel singen falsche Strophen.
Der Mann vergisst so bald zu hoffen.
Der nächste Morgen, das nächste Leben.
Ein neuer Strick, wird nie vergeben.
Die Maske bleibt, das Herz so ruhig.
Des Henkers Dasein ewig blutig.
(Refrain)
Eine Stufe nach der ander'n.
Führ ich dich zu meinem Reich.
Knie dich nieder, schließ die Augen.
Lass dich fallen, lautlos, weich.
Tag für Tag die Pflicht erfüll' ich.
Schweigend still und mit Geduld.
Was das Schicksal will, das still' ich.
Ohne Reue, ohne Schuld.
(Strophe)
Ein Flüstern hallt aus toten Kehlen.
Sie rufen ihn - Verlor'ne Seelen.
Du bist wie wir, vom Schmerz genährt.
Vom Werk der Schatten ausgezehrt.
Die Hand, sie zittert, kalt und müde.
Der Blick ins Nichts, vom Leid ganz trübe.
Er fühlt, was er nie fühlen sollte.
Und hasst das Herz, das fühlen wollte.
(Refrain)
Eine Stufe nach der ander'n.
Führ ich dich zu meinem Reich.
Knie dich nieder, schließ die Augen.
Lass dich fallen, lautlos, weich.
Tag für Tag die Pflicht erfüll' ich.
Schweigend still und mit Geduld.
Was das Schicksal will, das still' ich.
Ohne Reue, ohne Schuld.