Du hattest Träume in jungen Jahr’n
Als du die Welt noch durch Kinderaugen sahst
Als die Sorgen dieser Welt noch in weiter Ferne wahr’n
und Geld für dich noch was Fremdes war
Polizist wolltest du werden
der Gerechtigkeiten Arm
Oder zu den Sternen fliegen
durch einen Meteoritenschwarm
Leben retten als Feuerwehrmann
Doch was kam dann?
Heute träumst du nicht mehr
von einer heilen Welt
Dein Leben in Tüten
die du in Händen hältst
Heute träumst du nicht mehr
von einer heilen Welt
Du hast keine Ziele mehr
hast sie eingestellt
Du hast geträumt
von einer Frau
die mit dir Pferde stiehlt
und die dich ewig liebt
Du wolltest Kinder
die dich verehr‘n
Ein Haus im Grünen
sollte dir gehör‘n
Heute träumst du nicht mehr
von einer heilen Welt
Menschen zieh’n an dir vorbei
unbesorgt und frei
Heute träumst du nicht mehr
von einer heilen Welt
Du fragst dich jeden Tag
was dich noch am Leben hält
Job weg, Frau weg, Kinder fort
Freunde hast du keine mehr
Dein Leben einfach nur noch leer
Wie die Pulle Schnaps am Morgen
die dich warm hielt in der Nacht
Sie vertrieb dir kurz alle Sorgen
Wie ein Freund, der über dich wacht
und am Abend mit dir lacht
Heute träumst du nicht mehr
von einer heilen Welt
Du wurdest vergessen, lebst für dich allein
Niemand hört deine Seele schrei’n
Du zählst dein Geld für den nächsten Schnaps
Investierst in einen Freund
In deinen einzigen Freund
der dich alles vergessen lässt
Heute träumst du nicht mehr
von einer heilen Welt
Deine Träume sind verblasst
Das Leben hat dich eingeholt
Und wenn du irgendwann nicht mehr da bist
fragt niemand mehr nach dir
Dein Schlafplatz wird leer sein
für die Menschen warst du niemals hier
Niemand kommt zu dir
und fragt, was du brauchst
Niemand fragt dich
wie es dir geht
Oder wie man dir helfen kann
Nur ich seh dich an
Doch auch ich lasse dich in ruh‘
Auch ich frage dich nichts vom alldem
Denn auch ich habe zu tun
Denn auch ich habe zu viel zu tun
Denn auch ich habe viel zu viel zu tun