Als er sie traf in einer Nacht so schwarz wie Pech
Glomm ihr Lächeln wie ein heißer roter Brand
Ihre Augen gaben keine Antwort, nur ein Netz
Und sie führte ihn mit sanfter, fester Hand
Ihre Stimme war wie Gift in einem süßen Lied
Ihre Nähe wie der Sturm vor einem Fall
Er erkannte viel zu spät, was vor ihm stand
Denn ihre Schönheit war das letzte was er sah
Und nichts war mehr wie gestern war
Wenn Witwen lieben
Schlingen sie ihr Netz um dich so eng und kalt
Wenn Witwen lieben
Küsst ihr Atem dich und raubt dir deine Wahl
Wenn Witwen lieben
Fällt der letzte Tropfen Leben in den Spalt
Und du gehst den Weg hinunter, den schon viele vor dir gingen
Als er erwachte lag er reglos neben ihr
Ihre Hände glänzten schwarz wie blanker Stein
Sie beugte sich hinab, als wär’s ein letztes Spiel
Und flüsterte: „Nun bist du ganz mein.“
Ihre Lippen gaben ihm den allerletzten Kuss
Ihre Augen sahn sein Ende klar voraus
Er versank im Nebel, doch sie fühlte nur Genuss
Denn sie lebte von dem Sterben jedes Manns
Der Glanz des Todes war auf ihr zu sehn
Wenn Witwen lieben
Schlingen sie ihr Netz um dich so eng und kalt
Wenn Witwen lieben
Küsst ihr Atem dich und raubt dir deine Wahl
Wenn Witwen lieben
Fällt der letzte Tropfen Leben in den Spalt
Und du gehst den Weg hinunter, den schon viele vor dir gingen
Seit Anbeginn der Zeiten wandert sie allein,
Kein Herz vermag dem Fluch zu widersteh’n.
Kein Mann entkam je ihrem schwarzen Schein,
Ihr Kuss bedeutet Tod – es ist um dich gescheh’n.
Wenn Witwen lieben
Schlingen sie ihr Netz um dich so eng und kalt
Wenn Witwen lieben
Küsst ihr Atem dich und raubt dir deine Wahl
Wenn Witwen lieben
Fällt der letzte Tropfen Leben in den Spalt
Und du gehst den Weg hinunter, den schon viele vor dir gingen
Wenn Witwen lieben
Schlingen sie ihr Netz um dich so eng und kalt
Wenn Witwen lieben
Küsst ihr Atem dich und raubt dir deine Wahl
Wenn Witwen lieben
Fällt der letzte Tropfen Leben in den Spalt
Und du gehst den Weg hinunter, den schon viele vor dir gingen
Sie schreitet durch die Nächte ohne je zu ruh’n,
Kein Ende kennt ihr Hunger, keine Zeit ihr Tun.
Unsterblich bleibt ihr Schatten, ewig kalt und schön,
Und wer sie einmal küsst – der wird im Dunkel geh’n.
Und du gehst den Weg hinunter, den schon viele vor dir gingen
Wenn Witwen lieben
Schlingen sie ihr Netz um dich so eng und kalt
Wenn Witwen lieben
Küsst ihr Atem dich und raubt dir deine Wahl
Wenn Witwen lieben
Fällt der letzte Tropfen Leben in den Spalt
Und du gehst den Weg hinunter, den schon viele vor dir gingen
Sie schreitet durch die Nächte ohne je zu ruh’n,
Kein Ende kennt ihr Hunger, keine Zeit ihr Tun.
Unsterblich bleibt ihr Schatten, ewig kalt und schön,
Und wer sie einmal küsst – der wird im Dunkel geh’n.